Dirigenten-Chronik2019-03-07T01:36:22+00:00

Dirigenten-Chronik des Jungen Orchesters

Aktueller Dirigent: Christoph Schäfer (seit 2016).

2012 – 2016: Thomas Hefele
2007 – 2012: Jakob Brenner
2005 – 2007: Martin Wettges
1999 – 2005: Maxim Heller

Christoph Schäfer (seit 2016)

Dirigent Christoph Schäfer

Der gebürtige Münchner Christoph Schäfer studierte Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München (Prof. Michael Gläser), der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Prof. Erwin Ortner, Prof. Konrad Leitner) sowie an der Hochschule für katholische Kirchenmusik & Musikpädagogik Regensburg (KMD Roman Emilius, GMD Tetsuro Ban). Parallel zum künstlerischen Studiengang Dirigieren absolvierte er an der Universität Regensburg das Staatsexamen für Lehramt Musik am Gymnasium.

Neben seinem musikalischen Elternhaus wurde Freiherr Enoch zu Guttenberg eine zentrale Rolle in seiner dirigentischen Entwicklung zuteil. Dieser unterstützte und begleitete ihn viele Jahre als Mentor und musikalischer Förderer und ermöglichte ihm bereits Auftritte an großen Konzerthäusern im In- und Ausland (u.a. Internationale Herrenchiemsee Festspiele, China, Südkorea, Kanada, USA).

2014 gründete Christoph Schäfer das „StimmGold Vokalensemble„, mit dem er neben deutscher romantischer Chorliteratur einen Schwerpunkt auf die Aufführung kontemporärer Werke legt.

Seit 2016 leitet er das Junge Orchester des Akademischen Gesangvereins München.

Im Wintersemester 2017/18 begann Christoph Schäfer mit Lehrtätigkeiten an der Hochschule für katholische Kirchenmusik und Musikpädagogik Regensburg, der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und der Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut.

[nach oben]


Thomas Hefele (2012 – 2016)

Thomas Hefele

Bereits im Alter von acht Jahren erhielt Thomas Hefele (*1986) ein Stipendium in der Bayerischen Violinfrühförderklasse bei Prof. Conrad von der Goltz an der Hochschule für katholische Kirchenmusik in Regensburg, woraufhin er 2001 das Jungstudium im Fach Bratsche aufnahm. Orchestererfahrung sammelte er von da an unter anderem im Bayerischen Landesjugendorchester und später in der Jungen Deutschen Philharmonie.

Während seiner Gymnasialzeit bei den Regensburger Domspatzen begann er seine chorische Ausbildung. Neben vielen internationalen Konzertreisen (unter anderem nach Schottland, Ungarn, Kuwait und Japan) war er auch solistisch tätig und sang die Rolle des Albert (Junior) in der Kammeroper „Albert Warum“ von Enjott Schneider im Haidplatztheater Regensburg, sowie den Part des Otto für eine CD-Produktion im Musical „Ludwig II. – Sehnsucht nach dem Paradies“.

Von 2007 bis 2012 absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater München Lehramt an Gymnasien im Fach Musik (Bratsche, Klavier, Trompete). Das im Jahr 2010 unter Prof. Michael Gläser und Prof. Andreas Herrmann parallel begonnene Studium Dirigieren/Chor schloss er 2013 mit Bachs „h-Moll Messe“ als Diplomprüfung (Madrigalchor der Hochschule für Musik und Theater München) ab. Im Rahmen seines Master-Studiengangs Dirigieren/Chor erhielt Thomas Hefele Unterricht bei Stellario Fagone an der Bayerischen Staatsoper und dirigierte unter anderem die Münchner Symphoniker. Er ist Mitglied im Philharmonischen Chor München sowie im Münchner Opernchor.

Bereits während seines Studiums nahm er seine Dirigiertätigkeit in und um München auf. Er leitete den Singkreis Allach e.V., den Männergesangverein Gilching e.V. und den Funchor Vaterstetten, das Junge Orchester des Akademischen Gesangvereins (AGV), das Sinfonische Blasorchester München im AGV sowie den Großen AGV Chor. In den Jahren 2014 bis 2016 hatte Thomas Hefele die Elternzeitvertretung der Domkapellmeisterin Lucia Hilz im Münchner Dom inne und leitete die Junge Domkantorei sowie den A-Knabenchor. Neben dem Nachwuchschor betreute er außerdem die Mädchenkantorei stimmbildnerisch. Seit 2013 hat er die musikalische Leitung des Ensembles MünchenKlang inne.

Mit diesen Ensembles konnte Thomas Hefele zahlreiche Werke, wie zum Beispiel den „Stern von Bethlehem“ von Joseph Rheinberger, die „9. Sinfonie“ von Dvořák, Bernsteins „Symphonic Dances“ aus der „West Side Story“ und Verdis „Messa da Requiem“ erfolgreich zur Aufführung bringen.
Mehrere Projekte mit dem Ensemble piano possibile, das sich auf moderne Musik spezialisiert hat, sowie Konzerte und Workshops mit dem Vokalsolistenensemble SingerPur beim Festival Europa Cantat in Ljubljana und den King’s Singers im Rahmen des Schleswig-Holstein Festivals vervollständigen seine Ensembleerfahrung.

[nach oben]


Jakob Brenner (2007 – 2012)

Jakob Brenner

Jakob Brenner wurde 1985 in Regensburg geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von fünf Jahren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater München und schloss 2010 mit Auszeichnung ab. Schon während des Studiums war er Leiter verschiedener Jazzensembles und der a-cappella Gruppe voxenstopp. Darüber hinaus leitete er von 2007 bis 2012 das Junge AGV Orchester (Akademischer Gesangverein München), mit dem er neben sinfonischen Programmen auch mehrere Operetten, wie z. B. Das Feuerwerk oder Die Fledermaus herausbrachte. Seine musikalische Bandbreite hat er in zahlreichen Kursen erweitert, u. a. bei Michael Procter (Alte Musik, Venedig), Gunnar Eriksson (Chorimprovisation) und Konstantin Wecker (Songwriting).
Von 2013 bis 2016 war er Musikalischer Leiter am Theater der Altmark in Stendal. Hier leitete er Die Drei von der Tankstelle, Maske in Blau und Im weißen Rössl in Koproduktion mit den Brandenburger Symphonikern. Darüber hinaus war er in diversen Liederabenden zu erleben und komponierte und produzierte zahlreiche Schauspielmusiken bis hin zu ganzen Musicals wie dem Open-Air-Spektakel Ritter Roland, welches 2014 den Kulturpreis der Hansestadt Stendal gewann. Jakob Brenner ist ein gefragter Arrangeur, so arbeitete er u. a. bereits für die Sächsische Staatskapelle Dresden, das ZDF, das Münchner Rundfunkorchester, das WDR Funkhausorchester sowie für diverse Theater und Opernhäuser wie die Oper Kiel, das Theater Rudolstadt und die Oper Chemnitz. Seit 2016 ist er als Repetitor mit Dirigierverpflichtung/Piano Conductor an der Oper Chemnitz engagiert, mit Beginn der Spielzeit 2018/2019 als Kapellmeister. Hier leitete er bereits u. a. Flashdance, Chess, Das scharlachrote Siegel, Hochzeit mit Hindernissen, Emil und die Detektive, Hänsel und Gretelsowie die Ballettabende Ein Sommernachtstraum und Die Schneekönigin. 2017 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

[nach oben]


Martin Wettges (2005 – 2007)

Martin Wettges

Geboren 1983, Dirigierstudium an den Musikhochschulen in München, Cincinnati (USA) und Wien als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes, des Richard-Wagner Verbands, der Mark-Lothar Stiftung und der University of Cincinnati. 2010 Meisterklassendiplom in der Klasse des Originalklang-Spezialisten Bruno Weil. Daneben Studium von Musikwissenschaft und Musikpädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Gastdirigent bei zahlreichen Orchestern, u.a. Cape Town Philharmonic Orchestra, Philharmonisches Orchester Coburg, Landeskapelle Eisenach, Orchestra of Opera North (Leeds, UK), Georgisches Kammerorchester Ingolstadt, Gewandhausorchester Leipzig, Orquesta Sinfónica Nacional del Peru in Lima, Orquesta de la Ciudad de Lima, Meininger Hofkapelle, Münchner Rundfunkorchester und Münchner Symphoniker, Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, Philharmonie Bad Reichenhall, Orchestre de la Région Réunion. Mit Musikern des Orchesters der Deutschen Oper Berlin 2015 Gastdirigent beim ClassikArt Festival in Madagaskar. 2018 Auftritt mit dem Orchester der interkulturellen Musikinitiative »Bridges – Musik verbindet« vor Kanzlerin Angela Merkel in Berlin anlässlich des Gedenktags für Flucht und Vertreibung der Bundesregierung.
Seit 2009 Musikdirektor der Oper Mauritius. Musikalische Leitung von Neuproduktionen am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, an der Oper Graz, an der Oper Karlstad in Schweden, am Landestheater Coburg, an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und beim Festival junger Künstler Bayreuth.
Von 2013 bis 2015 Chordirektor und Dirigent an der Opera North in Leeds (UK); von dort u.a. Gast beim Aldeburgh Festival, am Royal Opera House Belfast, The Lowry Lyric Theatre Manchester, Theatre Royal Newcastle und Theatre Royal Nottingham. 2015–2018 Chordirektor mit Dirigierverpflichtung am Meininger Staatstheater, dort Leitung zahlreicher Opernvorstellungen und Symphoniekonzerte mit der Meininger Hofkapelle. 2018 Wechsel an die Norwegische Nationaloper (Den Norske Opera & Ballett) nach Oslo.
Engagements als Gastdirigent an den Opernhäusern von Eisenach, La Réunion, Lima, und Leipzig, bei den Münchner Opernfestspielen sowie als Assistenzdirigent an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und bei der Münchner Biennale für neues Musiktheater.
Von 2008 bis 2013 Lehrbeauftragter für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Theater München, dort auch später mehrfach Gastdirigent für Konzerte des Hochschulsymphonieorchesters. 2012 daneben auch Berufung als Lehrbeauftragter für Partiturkunde ans Institut für Musikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München. Als Gastdozent außerdem am College-Conservatory of Music Cincinnati, am Royal Northern College of Music in Manchester, am Conservatoire Frédéric Mitterand Mauritius, an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, am Conservatoire de la Région Réunion sowie für die Bayerische Singakademie des deutschen Musikrats.
Herausgebertätigkeit für Boosey & Hawkes und Edition Gravis. Musikwissenschaftliche Publikationen u.a. in Archiv für Musikwissenschaft, Diskussion Musikpädagogik, Lexikon des Orchesters.
Seit 2011 künstlerischer Leiter der von ihm mitbegründeten Musikakademie der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Weitere Informationen unter martinwettges.com.

[nach oben]


Maxim Heller (1999 – 2005)

Maxim Heller

Aus künstlerischem Elternhaus stammend erhielt Maxim Heller seine musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen unter Georg Ratzinger sowie an der Musikhochschule München in der Klasse für Orchesterdirigieren von Hermann Michael, Bruno Weil und Jacques Delacôte, die er mit der Meisterklasse abschloß.

Als Liedbegleiter prägten ihn Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau in ihren Meisterkursen.
Sein Werdegang ist eng mit Assistenzen und Kodirigaten für Peter Eötvös, Esa-Pekka Salonen, Michael Gielen und Lothar Zagrosek verknüpft.
Er arbeitete mit und dirigierte folgende Orchester:
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Münchner Philharmoniker, Münchner Symphoniker, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Konzerthausorchester Berlin u.a.. Er trat bei den Salzburger Festspielen, den Berliner Festwochen und dem Lucerne Festival auf.
An den Staatsopern Stuttgart und München assistierte er Jacques Delacôte und Lothar Zagrosek.

Von 2006 bis 2011 war er musikalischer Assistent am Konzerthaus Berlin.
Seit September 2010 diente er Claudio Abbado als sein künstlerischer Assistent:
Er unterstützte ihn bei Konzerten, Tourneen und Einspielungen des Orchestra Mozart, der Berliner Philharmoniker und des Lucerne Festival Orchestra.
R. Schumanns 2. Symphonie bereitete er u.a. für ihn vor, die den Grammy für die beste Orchestereinspielung gewann, die Violinkonzerte von A. Berg und L. van Beethoven mit Isabelle Faust als Solistin ( mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet ) und das live aus der Berliner Philharmonie im Fernsehen übertragene Gedächtniskonzert zum 100. Todestag von G. Mahler mit Anne Sofie von Otter, Jonas Kaufmann und den Berliner Philharmonikern in Mahlers Adagio der 10. Symphonie und dem „Lied von der Erde“.

Weitere Informationen unter maximheller.de.

[nach oben]